Kommende Ausstellung: UN | BEHAGEN  ·   #1

vom 27. September bis 8. November 2021

 

mit Werken von:

 

Heidi Becker

Silvia Jacobi

Liane Lonken

Beate Palmen

Ilona Reinhardt

Anne van Linn

Daniela Werth

 

 

Eröffnung: Montag, den 27.9.2021 um 19.30 Uhr

 

Öffnungszeiten: Montag – Freitag von 16.00 – 18.00 Uhr

bei Veranstaltungen und auf Anfrage

 

 


 

UN | BEHAGEN

Die Schicksalsfrage der Menschenart scheint mir zu sein, ob und in welchem Maße es ihrer Kulturentwicklung gelingen wird, der Störung des Zusammenlebens durch den menschlichen Aggressions- und Selbstvernichtungstrieb Herr zu werden.“

Sigmund Freud (1930)

 

Behaglich war es in unserer Welt sicher noch nie: Unsicherheit, Ungerechtigkeit, Rücksichtslosigkeit, Überheblichkeit, Ignoranz, Intoleranz, Ausbeutung und

Handelnwider besseren Wissens scheinen in zuvor unvorstellbarem Ausmaß

zuzunehmen.Täglich, stündlich, fast minütlich wird all diese auf den neuesten

Stand gebracht.Daran merken wir unsere Ohnmacht, den zunehmenden Kontroll-

verlust - ein großes Unbehagen.

Das Beklagen misslicher Umstände ist sicher immer einfacher als aktive Beteiligung

an Lösungen zu ihrer Beseitigung. Wir meinen jedoch, dass Unbehagen zunächst Auseinandersetzung braucht - auch um unsere Werte und Haltungen - statt vorschnell pragmatischen Lösungen zu weichen. Denn so blieben Sie einweiteres Mal im Kern unbeantwortet und ungelöst, was wiederum in uns Unbehagen auslöste.

 

Unbehagen präsentiert Arbeiten von uns Studierenden und Alumni der fadbk und

HbK Essen, welche größtenteils im Zeitraum zwischen Oktober 2019 und September

2020 entstanden sind. Sie sind einerseits Ergebnis unseres inhaltlichen Austausches zu vielen Themen, welche uns berühr(t)en oder aufreg(t)en - und irgendwann in der Formulierung des gewählten Ausstellungstitels mündeten. Und gleichzeitig sind

die Werke auch frei, unabhängig von dieser Überschrift entstan- den, ohne Diktat

einer Aufgabenstellung.

Jedenfalls sind die Werke kontingent bzw. Synchronizität zum Thema: Unbehagen

gibt ihnen gewissermaßen einen Rahmen, einen Halt, stellt so die dafür gefundene

Klammer künstlerischen Handelns n schwierigen Zeiten dar.

Wir möchten es daher auch der/dem Betrachter/in überlassen, für sich herauszufinden,

wo er/sie die Werke innerlich „verortet“: Eher im Unbehagen, eher im Behaglichen

oder vielleicht an der Grenze, dem Übergang zwischen beiden?

 

 


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Infoblatt zur Ausstellung UN | BEHAGEN
Faltblatt_Ausstellung_unbehagen_BMH-Esse
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